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Schüler entwickeln Visionen für das Jahr 202040 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 des Kölner Gymnasiums Kreuzgasse hatten Anfang Februar im Rahmen des bundesweiten Innovationsspiels „Jugend denkt Zukunft“ auf Einladung des Verbandes der deutschen Lackindustrie eine Woche lang die Chance, Produktideen im Bereich Farben und Lacke für den Markt des Jahres 2020 zu entwickeln.Welche Eigenschaften könnten die Farben und Lacke haben, die im Jahr 2020 auf den Markt kommen? Was muss ein Unternehmen der Lackindustrie tun, um auch in Zukunft als attraktiver Arbeitgeber gut ausgebildete Fachkräfte an sich binden zu können? Das waren die Fragen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler, die bei der Akzo Nobel Deco GmbH in Köln zu Gast waren, intensiv beschäftigten. ![]() Kontakt zu Unternehmen findenErmöglicht hatte das Projekt der Verband der deutschen Lackindustrie, bei dem die Schülerinnen und Schüler einen beispielhaften Innovationsprozess simulierten – angefangen bei der Analyse globaler Megatrends über die visionäre Ideenfindung bis hin zur Konkretisierung und Vermarktung einzelner Produkte.
Dabei lernten sie das Unternehmen kennen und gewannen Einblicke in die Entwicklung, Produktion und das Marketing eines Lackherstellers. Das Engagement der Teilnehmer war um so bemerkenswerter, da eine Reihe von ihnen kurz vor den Abiturprüfungen stand. Sie wollten jedoch die Chance nutzen, ein Unternehmen der Lackindustrie näher kennen zu lernen und möglicherweise Kontakte für ihre berufliche Zukunft zu knüpfen. Die Welt von morgen schon heute gestalten
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten in den fünf Tagen Strategien und Konzepte für die Entwicklung innovativer Farben und Lacke sowie Kampagnen für deren Vermarktung. Sie prognostizierten, dass sich die Wirtschaft in der nahen Zukunft auf völlig neue Technologien und Entwicklungen wie Nanotechnologie, „Smart Houses“ und bionisches Bauen einstellen müsse. So entwickelten drei Teams, die sich als Agenturen präsentierten, innovative Werbestrategien, um dem Image der Lackindustrie Deutschlands mehr Farbigkeit zu verleihen.
Drei weitere Teams entwickelten innovative Produkte für den „Rohstoff Wand“ und entwarfen Kampagnen für deren Vermarktung. Sie erfanden den ‚Flexilack’, ein Lifestyleprodukt, der die Wände eines Raumes flexibel und formbar machen soll. Eine andere Gruppe setzte mehr auf Umweltfreundlichkeit und sieht die Zukunft im ‚Solarlack’, einem Produkt auf Quarkbasis, mit dem Energie erzeugt werden kann. Ein leuchtender Lack mit dem Produktnamen „Firefly“ (Glühwürmchen) schließlich soll nach Meinung einer dritten Produktentwicklungsgruppe in einigen Jahren Licht- und Farbeffekte in Zimmern erzeugen und ganz nebenbei Lampen ersetzen. Unternehmen und Schüler waren gleichermaßen begeistert
„Wir haben unser Unternehmen gerne für diesen spielerischen Zukunftsdialog mit unserer Partnerschule geöffnet“, sagte Rolf Hetzelberger, Werksleiter der Akzo Nobel Deco GmbH. „Denn durch diese neue Art des Lernens schaffen wir den Brückenschlag von der Theorie zur Praxis. Wir können die interessanten und zukunftsfähigen Ideen der Schülerinnen und Schüler bei unserer Arbeit berücksichtigen und umgekehrt erlangen sie praktisches Wissen über die Herstellung von Farben und Lacken und erfahren, wie ein Unternehmen funktioniert.“ Am Ende stiftete das Unternehmen sogar noch einige Praktikumsplätze für die engagierten Teilnehmer. Auch der Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Lackindustrie, der das Projekt maßgeblich unterstützt hat, Michael Bross, zeigte sich von den Präsentationen der Schülerinnen und Schüler beeindruckt. „Mit solchen Projekten schaffen wir ein innovationsfreudiges Klima, das unserer Industrie insgesamt gut tut, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können.“ Interessante Ergänzung zum Schulalltag
Aber auch die Schülerinnen und Schüler empfanden die fünf Tage intensiver Arbeit als fruchtbare Ergänzung zum Schulalltag. „So sagte der Abiturient Tim Breker, stellvertretend für die meisten Teilnehmer: „Diese Woche war sehr wertvoll für uns alle, besonders die Einblicke in Unternehmensprozesse helfen bei dem Start in die Arbeitswelt.“ „Die Tatsache, als Partner eines Unternehmens bei der Entwicklung von Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft ernst genommen zu werden, war für viele eine ganz neue Erfahrung“, fügte Fritz Ebenfeld, Oberstudienrat des Kölner Gymnasiums Kreuzgasse, hinzu. |
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